Legionslagermauer

Legionslagermauer in Regensburg

Der Donaubogen in Regensburg ist seit der Steinzeit bewohnt. Während der vorrömischen Eisenzeit existierte die keltische Siedlung Radasbona im späteren Stadtgebiet. Um 79 wurde im heutigen Kreis Kumpfmühl ein römisches Kohortenkastell errichtet, um den Zusammenfluss von Naab und Regen zu beobachten, das jedoch bei den Überfällen der Markomannen in den 160er Jahren zerstört wurde. Die Römer unter Kaiser Marcus Aurelius errichteten am nördlichsten Punkt der Donau vor dem Regen das Legionslager Castra Regina zur Sicherung der Nordgrenze der Provinz Rätien. Die III. Italienische Legion und diente als Hauptstützpunkt der Provinz Rätien.

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Unterirdisch finden sich Spuren der römischen Entwicklung, aber die Überreste der Befestigungsanlagen des Legionslagers sind deutlich sichtbar. Das zum Teil noch erhaltene Nordtor, die Porta Praetoria, ist das größte römische Bauwerk Bayerns. Lange Abschnitte der Ostseite des Legionslagers zeigen Reste der römischen Mauer aus Steinmauerwerk, die bis ins frühe Mittelalter genutzt wurde. Beim Bau des Parkhauses wurde ein langer Abschnitt der römischen Mauer freigelegt und im Untergeschoss gehalten, der nun in einer beeindruckenden Multimedia-Präsentation präsentiert wird.

Anschrift und Besichtigung

document Legionslagermauer
Dr.-Martin-Luther-Straße 2
DE-93047 Regensburg

0941-507-4410

frei zugänglich

Reste der Legionslagermauer

Im 20. Jahrhundert wurden an drei Stellen Reste der Mauer aus riesigen Quadern entdeckt. Diese können ab sofort am Ernst-Reuter-Platz, Hunnenplatz und im Parkhaus Dachauplatz eingesehen werden. Auf dem Dachauplatz wird die Römerzeit durch mediale Bearbeitungen wie Filmsequenzen lebendig. Von den vier alten Eingangstoren zum Lager ist das nördliche, die Porta Praetoria, noch erhalten und kann besichtigt werden.

Die Porta Praetoria

Einst gründeten die Römer Regensburg und eines ihrer Hinterlassenschaften ist Regensburgs ältestes Gebäude: die Porta Praetoria. Es war einst die Ausgangstür zum Legionärslager und ist nach Norden ausgerichtet – seinen Feinden entgegen. Das Lager wurde 179 unter Kaiser Marc Aurel fertiggestellt. Das Tor mit seinen mächtigen Blöcken gibt einen Eindruck davon, wie stark dieses Lager trotz seiner schweren Zerstörung einst befestigt war.

Das Tor war offenbar bis 932 noch in Gebrauch und wurde als Porta aquarum bezeichnet. Mit dem Bau der Steinbrücke im 12. Jahrhundert und der damit verbundenen Umstrukturierung der Stadtbefestigung verlor das Bauwerk an Bedeutung. Es wurde umgebaut und ist in Vergessenheit geraten. Es wurde erst 1885 beim Abriss einer alten Brauerei wiederentdeckt. Heute dient dieses römische Erbe als Hintertür zu einem Biergarten, dessen Türbesucher nach zu viel Gerstensaft regelmäßig nach Kräften suchen.

Wo findet man die Überreste der Legionslagermauer

Übernachten in der Nähe

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