Burg Loch

Burg Loch bei Regensburg

Die nicht direkt zugängliche Burgruine Loch befindet sich im Landkreis Regensburg im Landkreis Loch in der Gemeinde Nittendorf. Gegenüber dem Dorf Eichhofen liegt der malerische 22 Meter hohe Bergfried mit noch erhaltener Stadtmauer. Etwa 40 m über dem Wasserspiegel der Schwarzen Laber liegt die Burgruine, die einen in unserer Region einzigartigen Burgentypus darstellt, da sie eine von nur zwei erhaltenen Höhlenburgen in Bayern ist.

Die Geschichte von Burg Loch

Loch Loch wurde wahrscheinlich von den Rammelsteinern gebaut, den Herren eines benachbarten Guts. Sie werden im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und waren Minister der Burggrafen von Regensburg und später der Herzöge von Bayern. Die Rammelsteiner waren erbitterte Turnierkämpfer: 1165 waren sie in Zürich, dann in Heidelberg und Regensburg vertreten. Ihr Schloss Loch wurde vermutlich nach 1300 zum Schutz einer Eisenhammermühle im Labertal erbaut. Ein „Hugo vom Loch“ wird zu dieser Zeit in einem Lehensbuch des Regensburger Klosters St. Emmeram erwähnt.

Jakob Rammelsteiner vom Loch machte Karriere und war 1388 Bezirksrichter in Sulzbach und 1413 Hofmeister des Herzogs Ludwig des Bärtigen von Ingolstadt. Seine Nachkommen Dietrich und Wolfgang (+1485) nahmen an den Aufständen der Ritter Böckler und Löwler teil, aber es schadet der Familie nicht nachhaltig. Ab 1475 ist Wolfgang auch in Welchenberg bei Straubing, er besitzt in der Wallfahrtskirche Bogen ein prachtvolles Rittergrab. Nach 1500 übernahmen die Burgherren auch die direkt gegenüber der Ruine auf der anderen Seite der Laaber gelegenen Burgen Schönhofen und Eichhofen.

Als 1556 der letzte Sebastien de Rammelstein starb, ging die Anlage nach langen Erbstreitigkeiten 1573 an seinen Neffen Wolf Heinrich Sauerzapf über. Die Sauerzapfs – eine sehr wohlhabende Hammerherrenfamilie – verdienten in der Oberpfalz viel Geld mit der Eisenverhüttung, sodass Loch Loch gut ins Portemonnaie passte. Spätestens 1625 gaben sie es als Sitz auf und residierten im bequemeren Schönhofen. 1714 starb der letzte Sauerzapf Christoph am zerstörten Loch Loch im Karthäuserkloster Prüll in Regensburg. Nach Säkularisation an die Grafen von Oberndorf, heute eigentümerlos und damit dem Freistaat zugehörig. Kürzlich versuchte ein Förderverein, den Verfall der einzelnen Anlage zu stoppen und setzte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen um.

Nützliche Ausflugs-Informationen

Die Burgruine Loch liegt an einer Panoramastraße entlang der Schwarzen Laaber, ideal zum Wandern (Radfahren). Weitere interessante Ausflugsziele in der Nähe: Schönhofen (Wandern, Klettern) und Eichhofen (Burg und Brauerei). Durch das Tal der Schwarzen Laber führt ein Burgenweg, der das Loch mit den Burgen Laaber und Ehrenfels verbindet.

Adresse

Burg Loch (Schloss in Nittendorf, Bayern)
Schwarzholzsteig 1
93152 Nittendorf

Die Lage und Zugänglichkeit von Burg Loch

Loch liegt wenige Kilometer westlich von Regensburg nahe Nittendorf. Der Ortsteil Loch und die gleichnamige Burgruine liegen gegenüber Eichhofen an einem Hang über der Schwarzen Laber. Beschränkte Parkmöglichkeiten sind im Ort

Loch liegt wenige Kilometer westlich von Regensburg nahe Nittendorf. Am besten erreicht man es, wenn man von der A3 die Abfahrt Sinzing nimmt. Von dort weiter bis Alling, rechts dem Tal der Schwarzen Laber folgen und immer am Fluss entlang bis Eichhofen. Der Ortsteil Loch und die gleichnamige Burgruine liegen gegenüber Eichhofen an einem Hang über dem Fluss. Bis auf die Höhe der Ruine führt ein steiler, aber befahrbarer Weg, den man dann nach rechts zu Fuß verlassen muss. Ein Schild verbietet das Betreten wegen Baufälligkeit.

Allgemeine Beschreibung der besonderen Burg

Das alte Loch Loch bietet viele interessante Merkmale, obwohl es historisch unbedeutend geblieben ist. Die Form der Höhlenburg ist äußerst selten, nur zwei weitere Exemplare davon gibt es in Bayern in Oberaudorf und Stein an der Traun. Außerdem wurde das Loch nicht auf eine Höhlenburg beschränkt, sondern vor einer steilen Wand ein größeres, abfallendes Gebiet in die Burg einbezogen. Der Zugang erfolgte von Norden, wo ein heute noch gut sichtbarer Wassergraben die Terrasse vom Schloss trennt. Ein Tor mit Zugbrücke ist in der informativen Darstellung von 1718 gut zu erkennen, ebenso wie die Wohngebäude, die sich vor mehreren Höhlenräumen an die steile Ostwand lehnen.

Am südlichen Ende der Terrasse steht noch heute das gut erhaltene 23 Meter hohe Verlies. Es hat 2 m dicke Wände, einen Toilettenschacht mit erhaltener Lochplanke und größere Fenster im Obergeschoss. Der Bau von Gebäuden wird oft ins 12. Jahrhundert verschoben. Die konstruktive Gestaltung des Bergfrieds aus grob behauenem Naturstein, der mit großen Fenstern und einer Toilettenbucht relativ schlicht gestaltet wurde, spricht eindeutig für das 14. Jahrhundert. Das älteste Datum bezieht sich wahrscheinlich auf die Ernennung der Burgherren zum Stammsitz Rammelstein.

In der größeren Höhle sind deutlich erkennbare Gerätereste erhalten. Es handelt sich um ein sogenanntes Bretterzimmer, ein beheizbarer Raum, der relativ häufig in süddeutschen Schlössern anzutreffen ist. Innerhalb der verfallenden Mauern war die Maserung der Holzbohlen deutlich in den Putz eingeprägt. Das Innere des Raumes war vollständig getäfelt. Ganz rechts in der Höhle ist die Nische des dazugehörigen Ofens erhalten – nur mit dieser Konstruktion, die an eine finnische Sauna erinnert, konnte der Raum im Winter warm gehalten werden.

Es ist überraschend, dass am Ende des Mittelalters ein so unbequemer und defensiv ungünstiger Standort für eine Burg gewählt wurde. Von der Hochebene oben war er extrem verwundbar; Bewohner konnten buchstäblich ohne Probleme auf das Dach klettern. Ausschlaggebend für die Standortwahl war wohl nur das nahegelegene Hammerwerk. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Burg bereits im 16. Der heute schlechte Zustand der Burgruine ist auf die Nutzung als Steinbruch und den anhaltenden Verfall der letzten Zeit zurückzuführen.

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